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Jeder kennt sie wohl, in den alten Reitställen, die Boxen ganz hinten in der Ecke. Dunkel ist es dort, alles ist vergittert. "Mach da bloß 'nen Bogen drum", bekamen wir reitwütige Teenager immer zu hören. "Das ist ein Hengst!"
Glücklicherweise war es mir vergönnt, im Laufe meiner Tätigkeit als Tierfotografin auch andere Hengste kennenzulernen. Stolze, wilde, schöne, liebe, brave - und nur sehr, sehr selten wirklich "wilde".
Doch all diese Hengste waren in fachkundiger Züchterhand, lebten nicht selten im Herdenverband mit immer denselben Stuten oder in
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"Männerpensionen" mit anderen Hengsten und Wallachen. Doch wie sinnvoll ist es, reine Reithengste zu halten? Oder grenzt das dann und wann schon an Tierqäulerei?

Die Natur des Hengstes Hengste sind zumeist sehr liebenswerte Zeitgenossen, wenn sie sich auch wie Hengste verhalten dürfen. Sprich: Sie müssen Kontakt zu anderen Pferden haben, und das nicht nur unter Aufsicht oder stundenweise. Ein Hengst durchläuft in seinem Leben mehrere Reifestadien. Als Fohlen verhält er sich kaum anders als ein Stutfohlen, doch im
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"Teenageralter" fordern junge Hengste einander oft und teilweise auch heftig zum Kampf heraus.
Sie trainieren und lernen Taktik, Beweglichkeit und Durchsetzungsvermögen, alles, was sie später benötigen, wenn sie sich eine Stute oder eine ganze Herde erobern wollen. In der Natur ziehen die jugendlichen Hengste meist ab dem Alter von ein oder zwei Jahren - wenn sie vom Herdenhengst vertrieben werden, und zwar stets dann, wenn sie anfangen, die Stuten der Herde besteigen zu wollen - in so genannten "Jungesellentrupps" durch die Lande.
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