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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2006-08 AUSGABE
2006-08


INHALT

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Dominanzprobleme - eine heitere Trabergeschichte
// Gunnel Veigl-Schatz

Ein quietschvergnügter Traber erfreut sich des Lebens...
Sie haben ein Pferd. Natürlich wollen sie für ihren Liebling nur das Beste. Nach langem suchen ist es ihnen gelungen den perfekten Stall zu finden. Helle große, luftige Boxen, welche ihr Liebling aber nur maximal in der Nacht sehen wird. Denn den Tag verbringt es auf einer großen Koppel. Sollte das Wetter ungastlich sein, so kann sich der Vierbeiner in einen Unterstand in Sicherheit bringen. Der einzige Punkt, der sie selbst belasten könnte ist folgender, wenn sie reiten wollen, so müssen sie ihr Pferd selbst von der Koppel holen. Na und das ist doch kein Problem!

Am ersten freien Tag schlendern sie vergnügt und fröhlich zur Koppel.

Mittels eines Schleusensystems können die anderen Tiere nicht ausbrechen. Zufrieden hängen sie ihr Pferd am Strick an und machen sich daran das Tor zu öffnen. Leider bekommen sie die gewisse Erwartungshaltung ihres Pferdes nicht so ganz mit. Die Welt gerät kurz aus den Fugen und sie schlagen unsanft am Boden auf. Das Pferd enteilt in die nahe Wiese. Erstaunt erheben sie sich aus dem Staub. Das hatte er ja noch nie gemacht.

Sie stapfen in die Wiese und schnappen sich den Führstrick. Ihr Pferd marschiert los. Erbost müssen sie mitlaufen. Flüche oder loben helfen nichts – ihr Liebling will heim. Mit großer Wut stemmen sie nun die Fersen in die Erde und werfen sich mit maximalem Körpereinsatz in den Führstrick. Die Welt gerät wiederum aus den Fugen und

wird dunkel.

Als nächstes sehen sie sich mit einem etwas irritiert dreinblickenden Grashüpfer Aug in Aug. Langsam richten sie sich auf. In den Händen – wund, natürlich ohne Handschuhe unterwegs gewesen - halten sie noch immer den Strick – nur ohne Pferd dran. Der Panikhacken ist offen. Außerdem dürfte ebendieser mit Schwung an ihre Stirn geknallt sein – zumindest würde dies die Beule erklären. Sehr langsam stehen sie auf. In den Stall gehen sie ausnehmend behutsam. Sie möchten gerne jede nur erdenkliche Erschütterung vermeiden, wahrscheinlich würde ihnen sonst der Schädel auseinanderfallen.

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