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Jedes Säugetier lernt durch Spielen. Das junge Tier lernt auf diese Weise auf ungefährliche Art Regeln und Praktiken, die es in seinem späteren Leben dringend brauchen wird. In der Natur scheint es auch so zu sein, daß hohe Intelligenz auch mit einem hohen Spieltrieb einhergeht.
Bestes Beispiel: Wale oder Primaten. Wir haben eine immens lange "Aufzuchtphase" und spielen sogar noch im Erwachsenenalter häufig. Und da sich nahezu jedes wissenschaftliche Gesetz auch umkehren lässt, kann man auch sagen - wer viel spielt wird intelligent - oder eröffnet sich zumindest viel mehr Möglichkeiten im Leben.
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 Doch wie sieht es in unseren Reitställen aus? Tagein, tagaus das gleiche: Pferd aus der Box, putzen, satteln, 10 Minuten warmreiten, 30 Minuten Training - was auch immer - dann vielleicht noch 10 Minuten auskühlen, absatteln und wieder rein in die Box. Der Kontakt zu Artgenossen ist meist limitiert, sprich, das Pferd steht am Ende etwa 22 Stunden mutterseelenallein in der Box und starrt Löcher in die Wand.
Außer dem Leckstein und ein wenig Heu oder Stroh hat es herzlich wenig, mit dem es sich die Zeit vertreiben, geschweige denn sinnvoll beschäftigen kann. Im Endeffekt geht es dem Pferd von heute nicht viel anders als dem Fabrikarbeiter
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vor 100 Jahren, der außer seinem Platz in der Fabrik und seiner kleinen Bretterbude, die er mit 10 anderen teilte, schlichtweg nichts kannte und nie etwas anderes zu sehen bekam. Ein trostloses Leben, bei dem der Geist und die Kreativität verkümmern und schließlich ganz verschwinden.
 Nun gut, von Fabrikarbeiter von früher wurde auch keine besonders kreative Leistung verlangt, der moderne Reiter erwartet aber von seinem Pferd schon einen gewissen Grad an Intelligenz. Es soll die Hilfen umsetzen, die es kennt und neue schnell lernen - doch wie soll ein Pferd lernen, das nie GELERNT HAT ZU LERNEN?
In meinen Zirkuskursen sehe ich sehr oft, daß
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