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Was wir darunter zu verstehen haben, muss keinem halbwegs kundigen Pferdemenschen erläutert werden: Scheufest, verkehrssicher, lieb und friedlich im Umgang, von gutem, aber nicht unmäßigen Vorwärtsdrang beseelt; es soll sich problemlos auch von Kindern führen, anbinden, putzen und satteln lassen, beim Aufsteigen still stehen, selbst dann, wenn ein kleiner Mensch etwas klettern muss, um in den Sattel zu kommen, soll problemlos an jeder Position in der Gruppe gehen, und dann sowie auch sonst niemals ausschlagen, nicht gierig nach Leckerli schnappen und so weiter und so fort.
 Solche Pferde gibt es
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in jeder Rasse, und in jeder Rasse gibt es Pferde, die vom Charakter her die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für die genannten Eigenschaften mitbringen. Also ist zunächst die - rasseunabhängige - Vorauswahl eines charakterlich geeigneten Familienpferdes wichtig.
 Sichere Familienpferde werden nicht als solche geboren. Zunächst haben sie allerhöchstens die für diese Aufgabe günstigen charakterbestimmenden Gene von ihren Elterntieren geerbt. Bei der Aufzucht begünstigen artgerechte Bedingungen wie Weideaufzucht unter gleichaltrigen Artgenossen und in altersgemischten Gruppen die künftige Aufgabe. Das Beispiel der Mutterstute scheint auch eine sehr große Rolle zu spielen. Die Söhne und Töchter von erfahrenen
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Leitstuten zeigen oft schon im Fohlenalter eine erstaunlich selbstbewusste Gelassenheit.
 Ausbildung ist das A und O Gelingt es uns tatsächlich, nach solchen und ähnlichen Kriterien ein Pferd zu finden, dass einige wichtige Voraussetzungen für ein sicheres Familienpferd mitbringt - zum Beispiel, indem wir uns über die Elterntiere und die Aufzuchtbedingungen sehr gründlich erkundigen - kommt der vermutlich alles entscheidende Aspekt ins Spiel: Die Ausbildung zum familienfreundlichen Reit- oder Fahrpferd. Und hier geht's ans Eingemachte, hier scheiden sich oft die Geister.
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