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Schön und schnell sollen sie sein .. das war alles, was ich über Karabaghen wußte, als ich mich auf den Weg zum Gestüt von Verena Scholian bei Mainz machte. Kaum auf der Anlage wurde ich auch schon "verfolgt". Ein besonders schickes und neugieriges Stütchen mit sanften Augen folgte mir auf Schritt und Tritt, während seine seltenen Rassekollegen friedlich auf der Weide grasten.
"Wo ist denn der Hengst?" frage ich arglos und suchte die Weiden nach etwas besonders wildem ab. "Der steht vor dir!" Tatsächlich , auf der anderen Seite des Zauns blicken mich unter einem dichten Mähnenschopf hervor wieder
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sanfte und neugierige Pferdeaugen an. Intourist heißt der edle Schönling, der einzige gekörte Karabagh Hengst Europas. Seinen besonders freundlichen Charakter behält der Hengst troz allen Temperamentes auch unter dem Sattel bei.. selbst als ich ihn kurz nach einem Decksprung von seiner Stute weghole und selbst einige Runden reite.
Kein Rodeo, nicht einmal ein VERSUCH mich loszuwerden und zu den schönen Dingen des Lebens auf der anderen Seite des Zauns zurückzukehren. Herrlich weich ist der Trab, Seitengänge sind kein Problem für den vielseitigen Karabaghen, selbst Tölt ist ganz eindeutig vorhanden. Ich bin hellbegeistert von diesen
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edlen Pferde, die so weitaus mehr sind als nur "schön und schnell.."
Geschichtliches Pferde des Typs Karabagh gibt es schon seit dem 6. Jahrhundert nach Christus. Ihr Urspung liegt in der gleichnamigen Gebirgskette, eine Enklave zwischen Aserbaidschan und Armenien. Die Gründerrassen dieser Pferde waren turkemische, arabische und persische Pferde, die im Laufe der Zeit dann zu einer unverkennbaren, einzigartigen Rasse verschmolzen. Der Karabagh ist wohl das einzige sowjetische Pferd, welches seit jeher nur als Reitpferd gezüchtet wurde. Alle anderen sowjetischen Rassen existieren sonst immer in 3 "Nutztypen": Arbeitspferd, Kutschpferd und Reitpferd.
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