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bekannt und er ist noch heute allgemein gültig. Als "Bewusstmacher" seiner Zeit setzte er einen wichtigen Kontrapunkt zur Einseitigkeit - ähnlich wie es heute die "Grünen" in der Politik vermögen."Wo Tiere und Menschen sich heiter zeigen, in schöpfungseinheitlichem Reigen mit Schwung und Kadenz in stillem Entzücken, dort ist der Reitkunst Ziel erreicht, wo hohe Kunst dem feierlichen Spiele gleicht, das Pferd ein Vogel, schwebeleicht..."
Bereits in den Fünfziger Jahren holte Egon von Neindorff iberische Pferde nach Deutschland, als diese hier noch nahezu unbekannt waren. Er hielt immer Verbindung zu anderen Schulen und stets regen Kontakt und Gedankenaustausch. So verband ihn z.B. eine Freundschaft zu Mestre Nuno Oliveira aus Portugal, einem weiteren
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großen Reitmeister des 20. Jahrhunderts. Der Kontakt zur Spanischen Hofreitschule in Wien und zum Cadre Noir in Saumur/Frankreich riss nie ab. Er setzte sich auch auf ein ausgebildetes Westernpferd, um diese andere Form des Reitens erfühlen zu können.
Egon von Neindorff war einer der letzten Zeitzeugen und Reitmeister mit einem entsprechenden Wissen und Erfahrungsschatz - wo unsere Wurzeln der heutigen Reitweisen liegen und in welcher Weise unsere Lebenseinstellung und Persönlichkeit unsere Art des Reitens prägen, müssen wir jetzt wieder selbst herausfinden. "So wie wir reiten, sind wir" - ein offenes Bekenntnis zur Ehrlichkeit.
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"Nur wer vergessen wird, ist wirklich tot" - Nehmen wir diesen herben Verlust als Anlass, die Reitkunst in Deutschland neu aufleben zu lassen und wirken wir auch in Zukunft im Sinne der Alten Meister - es lohnt sich nicht nur für die Gesundheit der Pferde, sondern auch für die Seelen der Reiter!
Text und Fotografien: www.RamonaDuenisch.de
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