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Schulungsort für Reitwarte und Reitlehrer war das Reitinstitut lange Jahre ein Inbegriff. U.a. der Landesverband in Baden-Württemberg sandte seine Turnierreiter zur soliden Ausbildung nach Karlsruhe. Unzählige Veranstaltungen fanden unter der Schirmherrschaft des Instituts ihre Basis: Von Lipizzaner-Festabenden bis hin zum Symposium war für jeden Freund der Reitkunst etwas dabei. Ab dem Jahre 1954 spiegelten die Veranstaltungen das hohe Niveau der Ausbildung - Reitmeister aus der ganzen Welt sandten ihre Schüler zur Fortbildung nach Württemberg. Nicht nur Japan, Australien, Kanada und die USA brachten internationale Impulse.
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Eine Grundmaxime des Hauses ehrte die Schüler: "Das bestausgebildete Pferd ist für Schüler gerade gut genug!" Lernen durch Erfühlen war hier der Tenor und durch das sensibel ausgebildete Pferd gelang der Spagat zwischen Theorie und Praxis. Durch die Gründung der "Gesellschaft zur Förderung der Höheren Reitkunst", die sich die Aufgabe stellte, die Traditionen und Grundsätze der Reitkultur der Jahrhunderte zu pflegen, zu fördern und zu erhalten, fand ein großer Gedanke sein Manifest.
Ganz alte und jetzt wieder modern gewordene Werte fanden Eingang in die Reitkunst Deutschlands: Ethik, Moral und eine besondere Etikette unter den Reitern und
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im Zusammenleben mit den Pferden - die Pflege des Benehmens und des äußeren Erscheinungsbildes - Respekt, Bescheidenheit und Höflichkeit waren nicht nur eine tugendhafte Zier. Egon von Neindorff beschrieb seine Art des Umgangs mit seinen Pferden seit über 50 Jahren schlicht als "Die Reine Lehre".

Jede Zeit hat ihre Schlagworte und Trends: Als sogenannte "Barockreiterei" findet die "Klassische Reitkunst" heute Eingang in viele Reitställe. Wer einen Iberer sein eigen nennt, ist heute stolz auf ein "Barockpferd" und
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