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  TOVERO-MAGAZIN Ausgabe 2004-05 AUSGABE
2004-05


INHALT

Seite 2 von 4
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Steckbrief: Der Friese
// Markus Neuroth

Dies ist einer der Hengste der im Jahre 2004 die dritte Besichtigung erreicht hatte und zur CO angewiesen wurde. Er war zwar bis zum Schluß der CO dabei wurde aber nicht gekört.
Exterieur:
Der Friese besitzt einen kleinen edlen Kopf auf einem hoch angesetzten Hals und eine breite Brust. Er hat einen mittellangen Rücken, eine runde, meist gespaltene Kruppe und dicke trockene Gelenke.

Auffallendstes Merkmal ist die lange lockige Mähne, teilweise bis zum Vorderfußwurzelgelenk reichend, langer Schopf, der bis auf die Nüstern reichen kann und der lange Kötenbehang an den Beinen, sowie ein langer, dichter Schweif.

Gänge:
Stark ausgeprägte Neigung zu taktreinen Gängen, Trab mit hoher "Knieaktion", Der Galopp wird erhaben gesprungen, "Schaukelgalopp".

Charakter:
Der Friese ist temperamantvoll, aber ehrlich, im Umgang sehr gutmütig (auch die Hengste) und sehr menschenbezogen. Desweiteren ist er unheimlich neugierig, lernwillig und ehrgeizig.

Besonderheiten:
Der Friese ist ein Spätentwickler. Man sollte ihn möglichst erst in einem Alter ab 4 Jahren einreiten. Ein Friese ist erst rund 1-2 Jahre später fertig entwickelt als ein "normaler" Warmblüter. In seinen

jungen Jahren sollte man ihn mit Bodenarbeit, Spazieren gehen oder mit ihm spielen, denn ein Friese will beschäftigt werden.

Er hasst es, jeden Abend in der Reithalle die selben Reitübungen abzuspulen. Dann kann es passieren, daß er seinen sturen Kopf durchsetzt und erst mal "motzig" ist, Abwechslung ist angesagt. Er kann bei falscher Behandlung auch schon mal nachtragend sein, dabei ist er aber nie bösartig. Er straft seinen Herrn dann z.B. mit Nichtbeachtung, wo er ihn sonst freudig wiehernd begrüßt hätte. Ebenso ist er auf seinen Herrn (Herrin) programmiert. Es dauert ein wenig, bis er ihn akzeptiert. Aber ab dann hat man ein treues Pferd, das alles für seinen Reiter tut, häufiger Reiter- oder Stallwechsel ist nicht das ideale für einen Friesen.

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