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Die Zucht des Friesenpferdes
Hier möchte ich Ihnen etwas über die Zucht im allgemeinen erzählen. Die Zucht des Friesenpferdes ist eine in sich geschlossene Zucht, das bedeutet es kommt kein Blut von außen herein. Gepaart mit dem Problem, das alle heutigen Friesen auf einen einzigen Deckhengst, wenn auch auf drei Linien verteilt, als "Urvater" zurückgehen und das ganze gerade mal 100 Jahre her ist, ist eine strengste Zuchtauswahl Grundvoraussetzung.
Jedes Jahr im Januar stellen sich junge Hengste ab drei Jahren der Körkomisson. Das ganze dauert drei
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Tage und zieht insgesamt über 15.000 Besucher in die FEC-Hallen in Leeuwarden . Am Donnerstag und Freitag ist die sogenannte "erste Besichtigung". Die Pferde werden nochmals vermessen, müssen sich im Stand (Exterieur) und zwei Runden im Trab an der Hand vorstellen. Aus diesen, in der Regel ungefähr 200 Hengsten, werden dann die besten (meist nicht mehr als 25%, also rund 50 Hengste) für die zweite Besichtigung ausgewählt.
 Was man nicht vergessen darf, diese Hengste haben schon die diversesten Untersuchungen hinter sich, bevor sie in Leeuwarden antreten dürfen. Das wären eine DNA-Untersuchung, eine Spermauntersuchung und ein Röntgenuntersuchung, und natürlich die obligatorische
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Vermessung. Dreijährige müssen mindestens 1,58 m groß sein, vierjährige 1,60 m. Erst wenn dort alles ok ist dürfen sie sich der Körkomission stellen.
Die DNA-Untersuchung ist nötig, da sich in den 90er Jahren auf einmal die Geburten von Fuchsfohlen häuften. Da der Friese nicht immer schwarz war, führt er teilweise auch noch andere Farbgene in sich. Da sich schwarz dominant vererbt merkt man davon meistens nichts. Aber unter ganz bestimmten Umständen, wenn beide Elternteile das Fuchsgen tragen, kann es zu Fuchsfriesen kommen. Dies ist natürlich unerwünscht und so werden die Hengste auf dieses Gen hin untersucht. Sollte ein Anwärter für die Körung dieses Gen tragen so wird er nicht zugelassen.
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