|
Ackerbau eine hochstehende Pferdezucht angeschlossen war. Als die Herrschaft Sárvár 1803 vom Erzherzog Ferdinand von Modena-Este gekauft wurde, wurde die bereits vorhandene Pferdezucht in einen gestütsmäßigen Betrieb umgesetzt. 1875 ging das Gestüt durch Erbschaft an Ihre Königliche Hoheit Frau Prinzessin Ludwig von Bayern. Seitdem lieferte Sárvár Reit- und Fahrpferde für den Königlichen Marstall in München-Nymphenburg und Kavallerieremonten nach Bayern.
 1945, gegen Ende des zweiten Weltkriegs, wurde das Gestüt durch eine turbulente Flucht, die Pferde größtenteils per Bahnverladung, das Personal und die notwendigsten Gerätschaften auf siebzehn Gespannen, vor dem Zugriff der
|
 |
russischen Besatzer gerettet. Zielort war die Wittelsbacher Besitzung Leutstetten bei Starnberg. Dort fanden die Sárvárer Pferde ihre neue Heimat und werden getreu den traditionellen Zuchtprinzipien als eigenständige Rasse erhalten.
Zuchtgeschichte Als Anfang des 19. Jahrhunderts begonnen wurde, die Pferdezucht in Sárvár gestütsmäßig zu betreiben, war die Schaffung einer qualitätvollen Mutterstutengrundlage vorrangig. Ziel war es, ein edles gängiges Pferd für alle Zwecke der Reiterei und des Fahrens zu züchten, welches vor allem dem Anspruch der damaligen Zeit,
|
 |
große Strecken bequem und möglichst schnell zurückzulegen, gerecht werden sollte.
 Hierzu wurde bestes Stutenmaterial aus Mecklenburg, England, Mezöhegyes, verschiedenen ungarischen Privatgestüten und später auch aus Trakehnen angekauft. Den scharfen Selektionskriterien der damaligen Zeit genügten aber letztendlich nur die Nachkommen zweier Stuten HELENA und BOGAR. Jedes Leutstettener Pferd lässt sich bis heute lückenlos auf diese beiden Stammstuten zurückführen. Ab dem Jahre 1864 wurden zunehmend Hengste englischer Blutlinien verwendet - vor allem Vollblüter und hoch im Blut stehende Halbblüter aus
|