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Südlich von München, bei Starnberg liegt das Gestüt Leutstetten, traditionelle Zuchtstätte einer eigenständigen Pferderasse mit einer besonderen Geschichte und Herkunft. Hausherr Seine Königliche Hoheit Prinz Ludwig von Bayern hat sein Leben von frühester Jugend an der Pferdezucht verschrieben und hat, oft großen Schwierigkeiten zum Trotz, ein in seiner Art und Zuchtgeschichte einmaliges Pferd erhalten.
An den Gedanken, dass seltene Wildtierarten von der Bildfläche verschwinden, hat sich der moderne Mensch schon fast gewöhnt. Wer denkt schon daran, dass auch Haustiere vom Aussterben bedroht sein können.
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Der Erhaltung und Förderung bedrohter Haustierrassen hat sich die GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) verschrieben. Neben der Führung einer Roten Liste, die immerhin 90 bedrohte Nutztierrassen umfasst, wird eine Rasse des Jahres gewählt. Ziel des Projekts ist es, ein vom Aussterben bedrohtes Haustier der Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu rufen und Interessierte zu informieren oder sogar zu begeistern. Warum die Leutstettener Pferde zur Rasse des Jahres 2004 erkoren wurden, schildern wir kurz im Folgenden:
 Von Sárvár nach Leutstetten
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„Das größte und älteste Gestüt im Eisenburger Komitat ist Sárvár, die ungarische Besitzung der Prinzessin Ludwig von Bayern.“ So beschreibt Graf Wrangel in seinen Erinnerungen an die hippologischen Studienfahrten im Lande Ungarn. Das Kurstädtchen Sárvár (gesprochen „Scharwar“) liegt in Westungarn auf halber Strecke zwischen dem Grenzübergang Sopron und dem Plattensee. Umgeben von einem botanisch hochinteressanten Schlosspark befindet sich dort das Schloss Sárvár, bis Ende des zweiten Weltkriegs im Besitz der Bayrischen Königsfamilie.
 Etwa 1,5 km entfernt vom Schloss lag der zugehörige Gutsbetrieb, an den neben Milchviehhaltung und
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