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Unter Mauke versteht man eine Hautentzündung in der Fesselbeuge, die im fortgeschrittenen Stadium stark näßt. Verursacht wird sie durch Nässe, Staub und Schmutz, hartes Bürsten und chemische Reize, zum Beispiel Kunstdünger. Im langen Winterbehang halten sich Feuchtigkeit und Schmutz ganz besonders gut. Es ist der ideale Nährboden für Mauke. Nasse Unterlagen und matschige Ausläufe sind ebenso Auslöser, wie übertriebenes Abstpritzen der Beine ohne Trocknung, Harnstoffe in dreckigem Stroh, mechanische Verletzungen durch Getreidestoppeln oder Bisse durch Insekten.
Anzeichen für Mauke sind kleine Pusteln und Schorfbildung, hauptsächlich in der Fesselbeuge. Es entstehen aufgerichtete und fettige Haarbereiche, da die Talgdrüsen übermäßig produzieren. Dann beginnen die betroffenen Stellen zu eitern. Danach erfolgt eine sogenannte trockene Phase, in der sich Krusten bilden, die aber nicht zur Heilung im herkömmlichen Sinne beitragen, sondern unter deren Schutz sich die Mauke weiterentwickelt.
Zur erfolgreichen Behandlung ist eine tägliche Reinigung und Trocknung der Fesselgelenke unbedingt notwendig. Vor der Behandlung werden zuerst die Haare sauber abgeschnitten, dann wird die kranke Stelle mit Alkohol abgewaschen und zuletzt mit Puder oder Zinksalbe behandelt. Keine scharfen Desinfektionsmittel benutzen, da sie die Wunde erneut reizen! Mauke heilt am schnellsten in Ruhestellung. Sollte diese Maßnahme nicht in kurzer Zeit zum Erfolg führen, ist ein Tierarzt zu rufen. Wenn die Mauke nicht behandelt wird, entstehen Wucherungen, Verwarzungen oder Schwielen, die die Bewegungsfähigkeit des Pferdes lebenslang beeinträchtigen. Es kann im schlimmsten Fall sogar ein Übergriff auf Horn und Knochen entstehen.
Vorbeugend können die Fesselbeugen täglich mit Kartoffelmehl oder Babypuder eingepudert, bzw. bei zu trockener Haut, mit Vaseline eingecremt werden.
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