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Diese schlecht zu diagnostizierende, schleichend fortschreitende
Entzündung des Hufrollenschleimbeutels tritt fast ausschließlich an
den Vorderbeinen des Pferdes auf. Hierbei greift die Entzündung nach
einiger Zeit auch die glatte Knorpelschicht des Strahlbeins an, die
als "Gleitbahn" für die Hufbeinbeugesehne dient, und zerstört sie
durch Knochenauftreibungen. Das hat zur Folge, dass die Beugesehne
anfängt auszufransen - sie kann nicht mehr gleiten. Durch solche
Ausfaserungen entzündet sich der Hufrollenbereich und der
Krankheitskreislauf führt sich fort.
Besteht beim Pferd der Verdacht auf Hufrollenentzündung und alle
anderen Erkrankungen der Sehnen oder Gelenke können ausgeschlossen
werden, kann man eine sogenannte Keilprobe durch den Tierarzt oder
Hufschmied machen lassen. Dabei wird der Huf auf einen Holzkeil
gestellt wobei der dickere Keilteil zu Zehe des Pferdes zeigt. Der
andere Huf wird in die Höhe genommen. Durch dieses Vorgehen wird die
Beugesehne überstreckt - was für ein Pferd, bei dem die Diagnose
Hufrolle tatsächlich zutrifft, äußerst schmerzhaft ist. Ein gesundes
Pferd wird nicht so schmerzempfindlich reagieren.
Ist die Keilprobe positiv und das Pferd zeigt Schmerzen, sollte auf
jeden Fall geröntgt werden. Im fortgeschrittenen Stadium ist die
Krankheit unheilbar. In den Anfängen erkannt gibt es durchaus
Heilungschancen. Linderung für das Pferd kann durch ein Hochstellen
der Trachten erreicht werden, da hierbei die Beugesehne entlastet
wird.
Die Krankheit ist nur in ihren Anfängen heilbar - im fortgeschrittenen
Stadium ist sie unheilbar. Die einzige Möglichkeit dem Pferd Linderung
zu geben, ist die Trachten hochzustellen, um die Beugesehne zu entlasten.
Desweiteren sollte das Pferd ganztägigen Weidegang erhalten und nicht
mehr gearbeitet werden.
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