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Hufgeschwüre sind eitrige Entzündungen der Huflederhaut. Ein Hufabzess, wie das Hufgeschwür auch genannt wird, entsteht durch Eindringen von Fremdkörpern, oder Abstoßen von Gewebeteilen im Hufinneren. Meistens geht das Pferd lahm, hat einen starken Hufpuls und die Hufe fühlen sich warm an.
Damit der Eiterherd nicht an der weichesten Stelle des Hufes, dem Kronrand austritt, sollte man bei Verdacht auf Hufgeschwür mit einer Hufuntersuchungszange den Huf abdrücken um das Hufgeschwür zu lokalisieren. Man findet sie zumeist im Eckstrebenbereich oder an der Strahlspitze des Hufes. Mit dem Hufmesser schneidet man die Hufsohle an der lokalisierten Stelle auf und läßt den Eiter abfließen. Ist der Eiter gänzlich abgeflossen ist der Druck auf den Huf auf weg und das Pferd lahmt nicht mehr.
Um eine Infektion zu verhindern wird die Wunde desinfiziert und ausgespült (z.B. Rivanol) und mit einem Hufverband oder einem Krankenhufschuh versehen, damit nicht erneut Keime eindringen können.
Eine neue Hautschicht bildet sich in einem Zeitraum von etwa einer Woche über der Wunde - das Pferd kann auf weichem Untergrund wieder mäßig belastet werden.
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