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Bei Biss- oder Schlagverletzungen durch Pferde wird Haut und darunter liegendes Gewebe häufig gequetscht. Oft bleibt die Haut intakt, die Verletzung zeigt sich zuerst durch eine Schwellung des betroffenen Gebiets. Diese Schwellungen können durch Blutergüsse oder einer entzündlich bedingten Wassereinlagerung hervorgerufen werden.
Sind Sickerblutungen im Gewebe sehr stark und können diese nicht ablaufen, kann sich ein Bluterguss bilden. Kleine Blutergüsse können vom Körper aufgelöst (resorbiert) werden. Bleiben große Blutergüsse bestehen, entwickeln sich aus ihnen Serome. Die Schwellung ist dann nicht mehr mit Blut gefüllt, sondern nur noch mit der zelllosen Blutflüssigkeit, dem Serum. Das Serum ist klar und bernsteinfarben. Man kann die Resorption eines Blutergusses mit Heparin-haltigen Salben oder Gels unterstützen. Bildet ein Bluterguss oder dann ein Serom sich nicht von selbst zurück, sollte die Flüssigkeit durch einen kleinen Hautschnitt durch den Tierarzt zum Ablaufen gebracht werden.
Ein frischer Bluterguß beim Pferd wird in der Regel in den ersten drei Tagen gekühlt, wozu Azetat oder essigsaure Tonerde verwendet werden. Ist er älter, wird mit Kampfersalbe, Prießnitzumschlägen oder Enelbin die Durchblutung angeregt.
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