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Buchtipp: Eike Ruckenbrod: Franzi und die Ponys - In den Händen des schwarzen Magiers

Franzi und die Ponys - In den Händen des schwarzen Magiers
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Franzi und die Ponys

Endlich wieder Ferien. Voller Vorfreude packt Franzi ihre Koffer. Noch ahnt sie nicht, dass auch dieses Praktikum voller aufregender Abenteuer stecken wird. Mojo, ihr großer Bruder, fährt sie auf den Island-Ponyhof „Triptrab“. Svartur, der wilde Hengst, ist kaum zu zähmen, doch Franzi versucht es auf ihre sanfte Art.

Die Mädchen und Olli, der süße Stallbursche, organisieren einen Zirkustag, der viel Wirbel mit sich bringt. Mitten in der Nacht wacht Franzi auf, denn es dringen Männerstimmen zu ihr hinauf. Mutig schleicht sie sich die Treppe hinab, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Doch das, was sie sieht, kann sie nicht glauben und akzeptieren. Sie gerät in ein gefährliches Abenteuer.....

Die Autorin:
Eike Ruckenbrod, geboren 1964 in Karlsruhe, sitzt seit ihrem zehnten Lebensjahr im Sattel. Sie gibt Reitunterricht, der Spaß macht, und bildet Pferde aus. Gelernt hat sie Bauzeichnerin, arbeitet aber zwischenzeitlich als Zeitungredakteurin. Seit 1998 schreibt sie Pferdebücher und illustriert diese selbst. 2002 erschien „Franzi und die Ponys – Gefangen in der Teufelsschlucht“.

Fazit:
Ein packender und aufregender Islandpferderoman, für Leseratten von 9 bis 13 Jahren, mit einer mutigen, pferdenärrischen Heldin, die ständig in spannende Abenteuer verwickelt wird, obwohl sie versprochen hat ganz brav zu sein .....

Leseprobe:

Hier eine Leseprobe von "In den Händen des schwarzen Magiers":

[...]Franzi streichelte nachdenklich Rafis Hals und gab ihm eine Karotte. Ich hätte da schon eine Idee. Aber ich trau mich nicht. Sie gab sich einen Ruck und sagte: „Ich weiß, sie erklären mich bestimmt für verrückt, aber ich würde es auch gerne mit ihm versuchen.“ Frau Knoll sah das Mädchen zweifelnd an. „Ich habe so viel über Pferdeflüsterer gelesen, dass ich diese Methode gern einmal selbst ausprobieren möchte“, versuchte sie Frau Knoll zu überzeugen. „Das schaffst du doch nie. Wenn Olli es nicht mal geschafft hat“, warf Wiebke erbost ein. Frau Knoll sah Franzi ernst an. „Du weißt, dass ich deiner Mutter nach deinem Reitunfall letztes Jahr etwas versprochen habe.“

„Ja, ich weiß, aber ich gehe ganz bestimmt kein Risiko ein“, versprach sie und sah Frau Knoll bittend an. „Tante, das ist doch viel zu gefährlich. Am Ende fällt sie runter und bricht sich den Hals“, regte sich Wiebke auf. Wenn Blicke töten könnten wäre Wiebke tot umgefallen, so böse schaute Franzi sie an. Dieses Biest, ich könnte sie auf den Mond schießen, dachte Franzi. „Lasst uns zuerst Abendbrot essen, bevor wir so schwer wiegende Entscheidungen treffen“, schlug Frau Knoll vor. Warum müssen Erwachsene immer erst so lange überlegen?, fragte sich Franzi. Sie hätte natürlich gerne gleich eine Entscheidung gehabt, aber traute sich nicht zu sehr zu nerven. Also stimmte sie der Hofbesitzerin notgedrungen zu, und sie machten sich gemeinsam auf den Weg in den Speisesaal.

In dem saßen die zwanzig Mädchen in Sechsergruppen an den Tischen. Franzi sah sich neugierig um und ging von Tisch zu Tisch, um die Mädchen zu begrüßen und sich den Neuen vorzustellen. Die sahen sie schüchtern, respektvoll, schweigend, mit großen Augen an. Sobald Franzi zum nächsten Tisch ging, steckten sie die Köpfe zusammen und flüsterten. Da stimmt doch was nicht. Also hat Wiebke doch Mist über mich erzählt, stellte Franzi fest und blickte mit zusammen gekniffenen Augen zu Wiebke. Die winkte mit einem hämischen Grinsen auf den Lippen zu ihr herüber. Als Franzi endlich auf ihrem Platz saß, knurrte ihr Magen lautstark. Der Stuhl neben ihr war leer. Er war für Olli bestimmt. Ich vermisse ihn jetzt schon. Hoffentlich kommt er bald. Nach dem Essen saßen sie noch lange zusammen und erzählten von den Ereignissen des vergangenen Jahres. Gegen acht Uhr meinte Frau Knoll: „Zeit zum Schlafengehen. Ihr müsst morgen früh raus!“ Die Mädchen sprangen lautstark von ihren Stühlen auf und liefen quasselnd aus dem Saal. Gerade lief Johanna an Franzi vorbei, als sie das Mädchen am Arm hielt. „Johanna, sag‘ Wiebke bitte, sie soll schnell in den Stall kommen, ich muss dringend mit ihr reden. Sie soll sich nicht von der Knoll erwischen lassen.“

Schnell eilte Franzi in den Stall. Na warte, du Hexe, dir werd‘ ich ‘s zeigen. Das ist zwar ein uralter Trick, aber er funktioniert immer bestens. Sie füllte einen Eimer mit Wasser, spannte eine Schnur über die Stallgasse und lockerte das Stroh etwas auf. Schon hörte sie Schritte. Franzi versteckte sich hinter dem Strohhaufen. Wiebke riss die Stalltür auf. In diesem Moment fiel ihr der gefüllte Eimer auf den Kopf. Das Mädchen schrie erschrocken auf, torkelte nach vorne, stolperte über die gespannte Schnur und fiel kopfüber in den Strohhaufen. „Franzi, du Ekelpaket, wo bist du?“, rief Wiebke wutentbrannt. Franzi kroch lachend aus ihrem Versteck. „Das war nur ein kleiner Denkzettel. Jetzt sind wir quitt. Ich hoffe, überlegst dir in Zukunft, was du über andere Leute erzählst. Das nächste Mal landest du im Misthaufen.“ Wiebke warf mit Stroh nach Franzi. „Du bist echt das Letzte. Ich habe gar nichts gemacht.“ „Und wenn du hier noch Sauerei machst, kannst du gleich noch fegen“, meinte Franzi kalt. Wiebke schaute sie böse an und stampfte aus dem Stall. Bei jedem Schritt wippten die Strohhalme in ihren roten Locken auf und ab und erinnerten Franzi irgendwie an Spagetti mit Tomatensoße.

Sie schmiss sich lächelnd ins Heu, und bald dachte sie an Olli und die schönen Momente, die sie hier zusammen erlebt hatten. Franzi stellte sich ihr Zusammentreffen vor. Bestimmt werde ich knallrot und weiß nicht, was ich sagen soll. Sie schloss die Augen und versuchte sich Olli vorzustellen. Aber so richtig klappte es nicht, irgendwie hatte der Junge eher Ähnlichkeit mit einem Klassenkameraden, den sie nicht mochte, als mit Olli. Nach einer Weile streckte sie sich gähnend, stand auf, klopfte sich das Heu aus den Kleidern und machte sich träumend auf den Weg zu ihrer Dachkammer. Ihre Kammer war noch genau so, wie sie sie vor einem Jahr verlassen hatte. Die Pferdepostkarten hingen noch an den Wänden, der runde Tisch, die Hocker ohne Lehne, das Bett mit den schrecklich weichen, dreigeteilten Matratzen und die Kommode füllten den kleinen Raum voll aus. Alles wie gehabt. Franzi fühlte sich gleich wie zu Hause, zog sich zufrieden aus und legte sich mit einem Buch über Pferdeausbildung ins Bett. Mist, jetzt haben wir gar nicht mehr darüber gesprochen, ob ich mit dem Hengst arbeiten darf, fiel ihr plötzlich ein. Ich werde es schon schaffen, sie zu überreden, wenn die kleine Hexe nicht in der Nähe ist. Nachdem das Licht aus war, zähmte sie im Traum auf wunderbare Weise den Hengst. [...]



Weitere Informationen: Eikes Pferderomane


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