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Buchtipp: Alois Podhajsky: Die klassische Reitkunst
Die klassische Reitkunst - das Standardwerk zur Ausbildung des Reitpferdes.
Alois Podhajsky verkörpert wie kein anderer das Ideal der klassischen Reitkunst. Ihm verdanken wir die erste Niederschrift der bis dahin nur mündlich überlieferten Regeln, nach denen Reiter und Pferd an der Spanischen Reitschule in Wien auch heute noch ausgebildet werden. Dieses lange vergriffene Standardwerk wird nun anläßlich des 100. Geburts-tages von Alois Podhajsky in unveränderter Fassung neu aufgelegt.
Die klassische Reitkunst legt besonderen Wert auf die korrekte und gleichzeitig schonende Ausbildung des Pferdes. Dabei spielen neben der Anatomie und der Funk-tion von Muskeln und Gelenken auch psychologische Aspekte sowie das gegenseitige Vertrauen zwischen Mensch und Tier eine wichtige Rolle.
Nach einem Überblick über die Geschichte der Reitkunst erläutert Podhajsky reiterliche Grundbegriffe wie Gangarten, Kopfstellung oder Aufrichtung. Bei der Ausbil-dung des Pferdes geht er auf das Longieren, das Anreiten, die Arbeit mit dem Schulpferd und an der Hand ein. An der Longe und auf dem ausgebildeten Schulpferd soll der Reiter körperliche und geistige Wendigkeit lernen, um ein Pferd richtig führen zu können. Selbstverständlich müssen Reiter auch ihr Handwerkszeug kennen: Sattelung und Zäumung. Im Mittelpunkt des letzten Kapitels steht die über vierhundertjährige Geschichte der Spanischen Hofreitschule. Ihre Reitschulfiguren, Pilarenarbeit und Schulen über der Erde werden ausführlich in Wort und Bild vorgestellt.
Alois Podhajsky gewann bei den Olympischen Spielen von 1936 die Bronzemedaille in der Dressur und leitete von 1939 bis 1964 die Spanische Reitschule in Wien. Internationale Berühmtheit erlangte er auch als "Retter der Lipizzaner" nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sowie als Autor mehrerer Bücher. Die anschaulichen Illustrationen stammen von Anton Haug.
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